DAJOHA – Creative Studio, David Johansson, Neuraut 5, 6170 Zirl
Stand: 15.01.2026
1. Anwendbarkeit und Geltungsbereich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
1.1. Die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten ausschließlich für Vertragsabschlüsse mit Unternehmern. Unternehmer iSd § 1 KSchG ist jede natürliche oder juristische Person oder eine rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer selbstständigen beruflichen oder gewerblichen Tätigkeit handelt. Für Vertragsabschlüsse mit Verbrauchern (Konsumenten) gelangen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Verbrauchergeschäfte zur Anwendung.
1.2. Der Fotograf schließt Verträge – sofern nicht ausdrücklich Abweichendes vereinbart wurde – ausschließlich auf der Grundlage der vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen ab.
1.3. Die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten bis zur Bekanntmachung des Inkrafttretens einer neuen Version für sämtliche – auch zukünftige – Verträge, auch wenn bei zukünftigen Vertragsabschlüssen nicht nochmal gesondert auf sie Bezug genommen wird. Mit der Auftragserteilung anerkennt der Vertragspartner deren ausschließliche Anwendbarkeit.
1.4. Der Einbeziehung entgegenstehender oder ergänzender Vertragsbedingungen des Vertragspartners wird ausdrücklich widersprochen. Diese sind ausnahmslos nur gültig, wenn und insoweit sie im Einzelfall schriftlich vereinbart wurden. Insbesondere gelten Vertragserfüllungshandlungen des Fotografen nicht als Zustimmung zu von diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen abweichenden Vertragsbedingungen.
1.5. Vorrang individueller Vereinbarungen: Abweichende oder ergänzende Regelungen, die im Angebot, in der Auftragsbestätigung oder in einer sonstigen schriftlichen Vereinbarung zwischen dem Fotografen und dem Vertragspartner getroffen wurden, gehen diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor. Dies gilt insbesondere für den Umfang der Nutzungsbewilligung, Liefertermine und Zahlungsbedingungen.
1.6. Sollten einzelne Bestimmungen der vorliegenden Nutzungsbedingungen rechtsunwirksam, ungültig und/oder nichtig sein oder im Laufe ihrer Dauer werden, so berührt dies die Rechtswirksamkeit und die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht. In diesem Fall ist die rechtsunwirksame, ungültige und/oder nichtige (rechtsunwirksam, ungültig und/oder nichtig gewordene) Bestimmung durch eine solche zu ersetzen, die rechtswirksam und gültig ist und in ihrer wirtschaftlichen Auswirkung der ersetzten Bestimmung – soweit als möglich und rechtlich zulässig – entspricht. Aus dem Umstand, dass der Fotograf einzelne oder alle der ihm zustehenden Rechte nicht ausübt, kann ein Verzicht auf diese Rechte nicht abgeleitet werden.
2. Angebot, Vertragsabschluss
2.1. Die Angebote des Fotografen sind – sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich bezeichnet werden – freibleibend und unverbindlich. Dies gilt auch für sämtliche Angaben in Preislisten, Prospekten etc.
2.2. Sofern im Angebot nicht anders angegeben, ist ein Angebot des Fotografen 14 Tage ab Ausstellungsdatum gültig. Nach Ablauf dieser Frist behält sich der Fotograf eine Anpassung der Konditionen vor.
2.3. Die Erteilung eines Auftrags an den Fotografen kann sowohl schriftlich (per Brief, E-Mail etc.) als auch mündlich (persönlich, telefonisch) erfolgen. Der Fotograf übermittelt dem Auftraggeber innerhalb angemessener Zeit nach Einlangen des Auftrags eine Auftragsbestätigung (Angebotsannahme) oder informiert ihn über die Ablehnung des Auftrags. Durch die Annahme kommt ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen dem Fotografen und dem Auftraggeber zustande, wodurch die wechselseitige Leistungspflicht ausgelöst wird.
3. Leistungserbringung, Nutzungsbewilligung
3.1. Der Fotograf kann den Auftrag – zur Gänze oder zum Teil – auch durch Dritte (Labors, Assistenz, Bildbearbeitung etc.) ausführen lassen. Sofern der Vertragspartner keine schriftlichen Anordnungen trifft, ist der Fotograf hinsichtlich der Art der Durchführung des Auftrags frei. Dies gilt insbesondere für die Bildauffassung, die Auswahl der Fotomodelle, des Aufnahmeorts und der angewendeten optisch-technischen (fotografischen) Mittel.
3.2. Lieferungen des Fotografen erfolgen auf Gefahr und Kosten des Vertragspartners.
3.3. Vom Fotografen genannte Liefer-/Leistungstermine und -fristen sind nur Annäherungswerte und unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich schriftlich als verbindlich bestätigt wurden. Aus der Nichteinhaltung von unverbindlichen Liefer-/Leistungsfristen und -terminen können keine Ansprüche gegen den Fotografen hergeleitet werden.
3.4. Bei Vereinbarung verbindlicher Liefertermine oder Lieferfristen kann der Vertragspartner – sofern es sich nicht um ein Fixgeschäft iSd Punkt 3.5. handelt – bei Lieferverzug nach Setzung einer angemessenen, mindestens zweiwöchigen Nachfrist vom Vertrag zurücktreten. Der Vertragsrücktritt ist mittels eingeschriebenen Briefes geltend zu machen. Das Rücktrittsrecht bezieht sich nur auf den Lieferungs- oder Leistungsteil, für den Verzug vorliegt. Der Vertragspartner ist verpflichtet, auf Verlangen des Fotografen umgehend zu erklären, ob er wegen der Verzögerung vom Vertrag zurücktritt oder auf Vertragserfüllung besteht. Schadenersatzansprüche wegen Verzugs des Fotografen bestehen nur, wenn der Vertragspartner nachweist, dass der Fotograf die Verzögerung vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt hat und ihm dadurch ein materieller Schaden entstanden ist. Geringfügige Lieferfristüberschreitungen berechtigen nicht zur Geltendmachung von Schadenersatz.
3.5. Ist die Erfüllung zu einer festbestimmten Zeit oder binnen einer festbestimmten Frist bei sonstigem Rücktritt bedungen und gerät der Fotograf in Verzug, so gilt der Vertrag ohne weiteres Zutun als aufgelöst, sofern der Vertragspartner dem Fotografen nicht umgehend mitteilt, auf die Vertragserfüllung weiterhin zu bestehen.
3.6. Schadenersatzansprüche wegen Nichterfüllung oder verspäteter Erfüllung sind jedenfalls ausgeschlossen, sofern sie nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
3.7. Mit dem Erwerb eines urheberrechtlich geschützten Werkes, unabhängig ob in Papierform oder digital, erwirbt der Vertragspartner eine einfache (nicht exklusive und nicht ausschließende) Nutzungsbewilligung für den ausdrücklich vereinbarten Verwendungszweck und innerhalb der vereinbarten Grenzen (Auflageziffer, zeitliche und örtliche Beschränkungen etc.); im Zweifel ist der im Angebot, in der Auftragsbestätigung bzw. in der Rechnung angeführte Nutzungsumfang maßgebend. Jedenfalls erwirbt der Vertragspartner nur soviel Rechte, wie es dem offengelegten Zweck des Vertrags (erteilten Auftrags) entspricht. Mangels anderer Vereinbarung gilt die Nutzungsbewilligung nur für eine einmalige Veröffentlichung (in einer Auflage), nur für das ausdrücklich bezeichnete Medium des Vertragspartners und nicht für Werbezwecke als erteilt. Darüber hinaus ist der Vertragspartner iSd § 42 UrhG jedenfalls berechtigt, einzelne Vervielfältigungsstücke zum eigenen und privaten Gebrauch herzustellen.
3.8. Weitergabe an beauftragte Dienstleister: Der Vertragspartner ist berechtigt, die Lichtbilder im Rahmen des vereinbarten Nutzungsumfangs an von ihm beauftragte Dienstleister (z.B. Werbeagenturen, Druckereien, Webentwickler, Social-Media-Betreuung) weiterzugeben, soweit dies zur Umsetzung der vereinbarten Verwendungszwecke erforderlich ist. Der Vertragspartner hat sicherzustellen, dass diese Dienstleister die vereinbarten Nutzungsgrenzen einhalten. Eine darüber hinausgehende Übertragung oder Unterlizenzierung der Nutzungsrechte an Dritte bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Fotografen.
3.9. Die Nutzungsbewilligung gilt erst bei vollständiger Bezahlung des vereinbarten Aufnahme- und Werknutzungsentgelts (vgl. Punkt 6.3.) als erteilt. Die Verpflichtung zur Herstellerbezeichnung gemäß Punkt 4.3. bleibt hiervon unberührt; ihre Verletzung berührt den Bestand der Nutzungsbewilligung nicht, begründet jedoch Ansprüche gemäß Punkt 4.7.
4. Urheberrechtliche Bestimmungen
4.1. Lichtbilder und Filmwerke sind urheberrechtlich geschützte Werke iSd §§ 1, 3, 4 UrhG. Alle Urheber- und Leistungsschutzrechte des Herstellers (§§ 14ff, 73ff UrhG) stehen ausnahmslos dem Fotografen zu. Der Fotograf hat mit Ausnahme der in § 42 UrhG normierten Rechte das ausschließliche Verwertungsrecht, d.h. das ausschließliche Recht, das Lichtbild zu vervielfältigen, zu verbreiten, durch optische Einrichtungen öffentlich vorzuführen, durch Rundfunk zu senden und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Eine Nutzung ist in diesem Fall nur nach Maßgabe einer vom Fotografen erteilten Nutzungsbewilligung zulässig (vgl. Punkt 3.7.). § 75 UrhG gelangt nicht zur Anwendung.
4.2. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung von Lichtbildern/Filmen in Onlinedatenbanken, in elektronischen Archiven, im Internet oder in Intranets, welche nicht nur für den internen Gebrauch des Vertragspartners bestimmt sind, sowie auf sonstigen Datenträgern ist nur zulässig, soweit dies vom vereinbarten Nutzungsumfang (Punkt 3.7.) gedeckt ist oder gesondert schriftlich vereinbart wurde. Das Recht, eine Sicherungskopie herzustellen, bleibt hiervon unberührt.
4.3. Der Vertragspartner wird ersucht, bei Nutzung der Lichtbilder die Herstellerbezeichnung (Namensnennung) deutlich und gut lesbar unmittelbar beim Lichtbild oder in unmittelbarem Zusammenhang damit anzubringen, und zwar wie folgt:
Foto: © David Johansson / DAJOHA
Dies gilt auch dann, wenn das Lichtbild nicht mit einer Herstellerbezeichnung versehen ist. Jedenfalls gilt diese Bestimmung als Anbringung der Herstellerbezeichnung im Sinn des § 74 Abs 3 UrhG. Ist das Lichtbild auf der Vorderseite (im Bild) signiert, ersetzt die Veröffentlichung dieser Signatur nicht den vorstehend beschriebenen Herstellervermerk.
4.4. Eine Verpflichtung zur Namensnennung besteht nicht, soweit dies im Angebot oder in der Auftragsbestätigung ausdrücklich abbedungen wurde oder soweit die Namensnennung nach der Verkehrsübung des jeweiligen Mediums nicht üblich ist (z.B. bei bezahlten Werbeanzeigen, Bannern, Außenwerbung oder gestalteten Werbemitteln).
4.5. Bearbeitung: Der Vertragspartner ist berechtigt, die Lichtbilder im Rahmen des vereinbarten Verwendungszwecks technisch anzupassen, insbesondere zuzuschneiden, in Größe und Auflösung zu verändern, für unterschiedliche Ausgabeformate zu skalieren und in Layouts, Grafiken oder Videosequenzen einzubinden. Sinnentstellende Veränderungen sowie inhaltliche Bildmanipulationen (z.B. Montagen, Austausch von Bildinhalten, Anwendung generativer KI-Bearbeitung) bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Fotografen.
4.6. Nutzung für KI-Systeme: Die Verwendung der Lichtbilder zum Training, zur Entwicklung oder zur Feinabstimmung von Systemen der künstlichen Intelligenz oder maschinellen Lernens sowie die Einspeisung in entsprechende Datenbanken ist nicht Gegenstand der Nutzungsbewilligung und bedarf einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung. Der Fotograf behält sich die Rechte gemäß § 42h UrhG ausdrücklich vor.
4.7. Bei Verletzung der Urheber- und/oder Leistungsschutzrechte hat der Fotograf nach Maßgabe der §§ 81ff UrhG zivilrechtliche Ansprüche auf Unterlassung, Beseitigung, Schadenersatz, Urteilsveröffentlichung etc. Die Ansprüche stehen dem Fotografen unabhängig von einem Verschulden zu. Im Fall der Verletzung einer vereinbarten Pflicht zur Herstellerbezeichnung steht als immaterieller Schaden (§ 87 Abs 2 UrhG) unbeschadet eines hinzukommenden Vermögensschadens (§ 87 Abs 1 UrhG) zumindest ein Betrag in Höhe des angemessenen Entgelts (§ 86 UrhG) zu.
4.8. Auf Ersuchen des Fotografen teilt der Vertragspartner mit, in welchen Medien die Lichtbilder veröffentlicht wurden, und stellt – soweit ohne unverhältnismäßigen Aufwand möglich – Belege oder Links zur Verfügung.
5. Eigentum an den Bilddateien, Kennzeichnung, Archivierung
5.1. Das Eigentum an den Bilddateien steht dem Fotografen zu. Ein Recht auf Übergabe digitaler Bilddateien und Nutzung im Umfang der Nutzungsbewilligung gemäß Punkt 3.7. besteht nur nach ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung und betrifft mangels abweichender ausdrücklicher Vereinbarung nur eine zwischen dem Fotografen und dem Vertragspartner einvernehmlich festzusetzende Auswahl der hergestellten Bilddateien.
5.2. Rohdaten: Ein Anspruch auf Herausgabe unbearbeiteter Rohdaten (RAW-Dateien), nicht ausgewählter Aufnahmen, Projektdateien oder sonstiger Arbeitsdaten besteht nicht. Die Übergabe solcher Daten bedarf einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung und ist gesondert zu vergüten.
5.3. Der Fotograf ist berechtigt, die digitalen Bilddateien in geeigneter Weise mit seiner Herstellerbezeichnung in den Metadaten zu versehen. Der Vertragspartner wird ersucht, diese Metadaten nach Möglichkeit nicht zu entfernen.
5.4. Der Fotograf wird die im Rahmen des Auftrags final gelieferten Aufnahmen ohne Rechtspflicht für die Dauer von zwölf Monaten ab Lieferung archivieren und innerhalb dieses Zeitraums auf Anfrage erneut zur Verfügung stellen. Im Fall des Verlusts oder der Beschädigung stehen dem Vertragspartner keinerlei Ansprüche zu. Der Vertragspartner ist für die eigene Sicherung der gelieferten Dateien selbst verantwortlich.
6. Entgelt (Werklohn, Honorar)
6.1. Mangels abweichender schriftlicher Vereinbarung steht dem Fotografen für seine Leistungen ein Werklohn (Honorar) nach seinen jeweils gültigen Preislisten zu.
6.2. Ein Tagessatz umfasst im Normalfall bis zu 8 Stunden inklusive Auf- und Abbau. Zusätzliche Stunden werden gesondert in Rechnung gestellt. Ein Halbtagessatz umfasst bis zu 4 Stunden.
6.3. Der Fotograf hat einerseits Anspruch auf ein Aufnahmehonorar, welches auch für Layout- oder Präsentationsaufnahmen sowie dann zusteht, wenn eine Verwertung unterbleibt oder von der Entscheidung durch Dritte abhängt. Auf das Aufnahmehonorar werden in diesem Fall keine Preisreduktionen gewährt. Darüber hinaus steht dem Fotografen beim Verkauf von Lichtbildern und Filmen ein Verkaufsentgelt und für die Erteilung einer über § 42 UrhG hinausgehenden Nutzungsbewilligung gesondert ein Werknutzungsentgelt (Lizenzhonorar) in vereinbarter Höhe zu.
6.4. Konzeptionelle Leistungen (Beratung, Layout, sonstige grafische Leistungen etc.) sowie Materialkosten und sonstige Aufwendungen für Requisiten, Modelle, Reisekosten, Aufenthaltsspesen, Visagisten, Locationmieten etc. sind im Aufnahmehonorar nicht enthalten und werden gesondert verrechnet, sofern sie im Angebot nicht ausdrücklich als inkludiert ausgewiesen sind. Dasselbe gilt für einen überdurchschnittlichen organisatorischen bzw. Besprechungsaufwand.
6.5. Sofern im Angebot eine bestimmte Anzahl final bearbeiteter Bilder ausgewiesen ist, sind darüber hinausgehende Bildbearbeitungen gesondert zu vergüten. Sie werden ausschließlich nach vorheriger Freigabe durch den Vertragspartner erbracht und verrechnet.
6.6. Die Preisangaben erfolgen in Euro und verstehen sich zuzüglich der Umsatzsteuer in ihrer jeweiligen gesetzlichen Höhe sowie zuzüglich allfälliger Nebenkosten wie Porto und Verpackung, Frachten, Versicherungen etc.
6.7. Im Zuge der Auftragsausführung vom Vertragspartner gewünschte Auftragsänderungen gehen zu seinen Lasten und werden gesondert verrechnet.
6.8. An die Einhaltung vorhergehender Preise bei Anschlussaufträgen ist der Fotograf nicht gebunden.
6.9. Für die Richtigkeit von Kostenvoranschlägen wird keine Gewähr übernommen.
7. Zahlung
7.1. Sofern nicht schriftlich ausdrücklich ein abweichendes Zahlungsziel vereinbart wurde, sind die gelegten Rechnungen binnen 7 Tagen ab Rechnungslegung spesen- und abzugsfrei einlangend beim Fotografen zur Zahlung fällig.
7.2. Der Fotograf ist berechtigt, vor Beginn der Auftragsausführung vom Auftraggeber die Leistung einer Akontozahlung zu fordern sowie bei Aufträgen über teilbare Leistungen Teilrechnungen zu legen. Mangels abweichender Vereinbarung ist bei Aufträgen ab einem Auftragswert von € 1.500,00 netto eine Anzahlung von 50 % bei Auftragserteilung zu leisten.
7.3. Der Fotograf ist berechtigt, Zahlungen unabhängig von deren Widmung zur Begleichung der ältesten fälligen Schuld sowie der darauf angelaufenen Verzugszinsen und Kosten zu verwenden, und zwar in der Reihenfolge: Kosten, Zinsen, Hauptforderung.
7.4. Für den Fall des Zahlungsverzuges werden unabhängig vom Verschulden Verzugszinsen in Höhe von 9,2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz p.a. (§ 456 UGB) sowie Zinseszinsen in der gesetzlichen Höhe verrechnet. Darüber hinaus ist der Vertragspartner verpflichtet, dem Fotografen sämtliche aufgewendeten, zur zweckentsprechenden Eintreibung der Forderung notwendigen Kosten, wie etwa Anwaltshonorar und Kosten von Inkassobüros, zu refundieren und jeden weiteren Schaden zu ersetzen. Dies umfasst jedenfalls einen Pauschalbetrag in Höhe von € 40,00 als Entschädigung für Betreibungskosten gemäß § 458 UGB.
7.5. Bei Verzug des Vertragspartners mit einer (Teil-)Zahlung oder Bekanntwerden von Umständen, die die Kreditwürdigkeit des Vertragspartners zu mindern geeignet sind (z.B. Eröffnung eines Insolvenzverfahrens oder Abweisung eines Insolvenzantrages mangels kostendeckenden Vermögens), ist der Fotograf berechtigt, offene, aber noch nicht fällige Rechnungsbeträge aus der Geschäftsverbindung sofort fällig zu stellen sowie noch ausstehende Lieferungen oder Leistungen bis zur vollständigen Bezahlung der fälligen Forderungen zurückzuhalten und nur gegen Vorauszahlung oder Sicherheitsleistung auszuführen. Kommt der Vertragspartner diesen Verpflichtungen nicht nach, ist der Fotograf berechtigt, von sämtlichen mit dem Vertragspartner geschlossenen Verträgen ohne Setzung einer Nachfrist zurückzutreten. Davon unberührt bleibt das Recht auf Rückforderung der unter Eigentumsvorbehalt gelieferten Produkte auf Kosten des Vertragspartners sowie auf Geltendmachung von Schadenersatz.
7.6. Der Vertragspartner ist zur Aufrechnung mit einer eigenen Forderung gegen den Fotografen nur dann berechtigt, wenn dieser zahlungsunfähig ist und die Forderung des Vertragspartners in einem rechtlichen Zusammenhang mit seiner Verbindlichkeit steht oder die Forderung vom Gericht rechtskräftig festgestellt oder vom Fotografen anerkannt wurde.
7.7. Ein Zurückbehaltungsrecht des Vertragspartners gegenüber den Forderungen des Fotografen wegen mangelhafter Erfüllung oder der Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen wird ausdrücklich ausgeschlossen.
8. Pflichten des Vertragspartners
8.1. Der Vertragspartner ist verpflichtet, erforderlichenfalls an der Auftragserfüllung mitzuwirken und den Fotografen nach seinen Kräften zu unterstützen. Der Vertragspartner hat für die Einholung allenfalls erforderlicher Werknutzungsbewilligungen Dritter hinsichtlich abgebildeter Gegenstände (z.B. Werke der Bildenden Kunst, Muster und Modelle, Marken, Fotovorlagen etc.) und für die Einholung der Zustimmung zur Abbildung von Personen zu sorgen. Der Fotograf gewährleistet die Zustimmung von Berechtigten, insbesondere von Modellen, nur im Fall ausdrücklicher schriftlicher Zusage für die vertraglichen Verwendungszwecke (Punkt 3.7.).
8.2. Einverständniserklärungen abgebildeter Personen: Werden im Rahmen des Auftrags Personen aus dem Umfeld des Vertragspartners abgebildet (z.B. Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden, Mitglieder, Gäste, Teilnehmende), obliegt es dem Vertragspartner, vor Beginn der Aufnahmen deren schriftliche Einwilligung für die vereinbarten Verwendungszwecke einzuholen und diese auf Verlangen nachzuweisen. Der Fotograf stellt auf Wunsch eine unverbindliche Mustervorlage zur Verfügung; eine Prüfung auf rechtliche Vollständigkeit oder Wirksamkeit im Einzelfall erfolgt dadurch nicht.
8.3. Schad- und Klagsloshaltung: Der Vertragspartner verpflichtet sich, den Fotografen vollständig gegenüber Ansprüchen Dritter schad- und klaglos zu halten, falls dieser aufgrund von Verstößen gegen Rechtsvorschriften bzw. des Verhaltens des Vertragspartners zivil- oder strafrechtlich verfolgt oder belangt bzw. gerichtlich oder außergerichtlich in Anspruch genommen wird. Dies gilt insbesondere für Ansprüche abgebildeter Personen, deren Einwilligung nicht oder nicht im erforderlichen Umfang vorlag.
8.4. Im Falle der Beauftragung des Fotografen mit der elektronischen Bearbeitung fremder Lichtbilder versichert der Vertragspartner, dass er die hierzu erforderlichen Rechte besitzt, und stellt den Fotografen von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf einer Verletzung dieser Pflicht beruhen.
8.5. Der Vertragspartner hat dafür zu sorgen, dass am vereinbarten Aufnahmeort die für die Durchführung erforderlichen Voraussetzungen vorliegen (Zugang, Stromversorgung, Räumung und Vorbereitung der Aufnahmebereiche, Anwesenheit der abzubildenden Personen). Verzögerungen, die auf das Fehlen dieser Voraussetzungen zurückzuführen sind, gehen nicht zu Lasten des Fotografen und können gesondert verrechnet werden.
8.6. Der Vertragspartner verpflichtet sich, bereitgestellte Aufnahmeobjekte unverzüglich nach der Aufnahme wieder abzuholen. Werden diese Objekte nach Aufforderung durch den Fotografen nicht spätestens nach zwei Werktagen abgeholt, ist der Fotograf berechtigt, die Gegenstände auf Kosten des Vertragspartners einzulagern.
8.7. Der Vertragspartner hat die zur Auswahl bereitgestellten Aufnahmen binnen 30 Tagen ab Bereitstellung auszuwählen. Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Auswahl, ist der Fotograf berechtigt, die Auswahl nach eigenem Ermessen zu treffen und den Auftrag abzurechnen.
9. Annahmeverzug, Terminverschiebung, Stornierung
9.1. Wird die Leistung vom Vertragspartner zur bedungenen Zeit am bedungenen Ort nicht angenommen bzw. die Leistungserbringung des Fotografen verzögert oder unmöglich gemacht, gerät der Vertragspartner in Annahmeverzug. In diesem Fall ist der Fotograf berechtigt, nach Setzung einer angemessenen Nachfrist von 14 Tagen vom Vertrag zurückzutreten oder – unbeschadet weitergehender Schadenersatzansprüche – auf Vertragserfüllung zu bestehen. Der Fotograf ist ebenso berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten, wenn der Vertragspartner trotz schriftlicher Abmahnung und Nachfristsetzung von 14 Tagen fortgesetzt gegen wesentliche Verpflichtungen aus dem Vertrag (Mitwirkungspflichten, Leistung der Anzahlung bzw. Teilzahlungen) verstößt. Tritt der Fotograf berechtigt vom Vertrag zurück, steht ihm mangels anderer Vereinbarung das vereinbarte Entgelt zuzüglich aller tatsächlich angefallenen Nebenkosten zu.
9.2. Bei Annahmeverzug hat der Vertragspartner allfällige Lagerkosten sowie die Kosten für die erfolglose An- und Ablieferung zu tragen. Trifft den Vertragspartner ein Verschulden am Annahmeverzug, hat er dem Fotografen darüber hinaus den ihm durch die Verzögerung entstandenen Schaden zu ersetzen. Der Vertragspartner trägt auch die Gefahr der Lagerung.
9.3. Stornierung durch den Vertragspartner: Der Vertragspartner kann einen vereinbarten Aufnahmetermin bis zur Durchführung stornieren. Da der Fotograf den Termin exklusiv reserviert und in diesem Zeitraum keine anderen Aufträge annehmen kann, sind folgende Stornoentgelte – bezogen auf das vereinbarte Aufnahmehonorar einschließlich Equipment- und Personalkosten – zu entrichten:
| Zeitpunkt des Einlangens der Stornoerklärung | Stornoentgelt |
|---|---|
| mehr als 30 Tage vor dem Termin | kein Stornoentgelt |
| 30 bis 15 Tage vor dem Termin | 25 % |
| 14 bis 8 Tage vor dem Termin | 50 % |
| 7 bis 3 Tage vor dem Termin | 75 % |
| weniger als 3 Tage vor dem Termin | 100 % |
Bereits erbrachte Leistungen (insbesondere Pre Production, Konzeption, Vorbesichtigung) sowie tatsächlich angefallene Fremdkosten und stornierte Drittleistungen (Modelle, Visagisten, Assistenz, Mieten) sind unabhängig vom Stornozeitpunkt in voller Höhe zu ersetzen. Die Stornoerklärung bedarf der Textform (E-Mail genügt). Dem Vertragspartner steht der Nachweis frei, dass dem Fotografen kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
9.4. Terminverschiebung: Eine einmalige Verschiebung des vereinbarten Termins ist bis 14 Tage vor dem Termin kostenfrei möglich, sofern ein Ersatztermin innerhalb von drei Monaten einvernehmlich festgelegt werden kann. Spätere Verschiebungen werden wie eine Stornierung gemäß Punkt 9.3. behandelt, wobei bereits geleistete Beträge auf den Ersatztermin angerechnet werden, sofern dieser innerhalb von drei Monaten stattfindet.
9.5. Im Fall unbedingt erforderlicher Terminänderungen aus Gründen, die nicht der Sphäre des Fotografen zuzurechnen sind (z.B. Wetterlage bei Außenaufnahmen), sind ein dem vergeblich erbrachten bzw. reservierten Zeitaufwand entsprechendes Honorar und alle Nebenkosten zu bezahlen.
10. Verhinderung des Fotografen, höhere Gewalt
10.1. Ist der Fotograf aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat (insbesondere Krankheit, Unfall, Ausfall wesentlicher technischer Ausrüstung), an der Durchführung des Termins verhindert, wird er den Vertragspartner unverzüglich verständigen. Die Parteien vereinbaren in diesem Fall einen Ersatztermin. Kommt binnen angemessener Frist kein Ersatztermin zustande, kann jede Partei vom Vertrag zurücktreten; bereits geleistete Zahlungen werden abzüglich bereits erbrachter Leistungen rückerstattet.
10.2. Der Fotograf ist berechtigt, bei Verhinderung mit Zustimmung des Vertragspartners eine gleichwertige Vertretung beizuziehen.
10.3. Ereignisse höherer Gewalt (z.B. Naturkatastrophen, behördliche Anordnungen, Epidemien, Streik, Ausfall der Verkehrsinfrastruktur) befreien beide Parteien für die Dauer der Störung von ihren Leistungspflichten. Ein Anspruch auf Schadenersatz besteht in diesem Fall nicht. Dauert die Störung länger als drei Monate an, ist jede Partei zum Rücktritt berechtigt.
10.4. Weitergehende Ansprüche des Vertragspartners, insbesondere auf Ersatz von Kosten, die im Zusammenhang mit dem Termin bei ihm angefallen sind (z.B. Modelle, Location, Personal), sind ausgeschlossen, sofern den Fotografen nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit trifft.
11. Eigentumsvorbehalt
11.1. Bis zur vollständigen Bezahlung des Honorars bleibt die Ware im Eigentum des Fotografen. Der Vertragspartner trägt das gesamte Risiko für die Vorbehaltsware, insbesondere für die Gefahr des Untergangs, des Verlustes oder der Verschlechterung.
11.2. Der Vertragspartner ist befugt, über die gekauften Waren im ordentlichen Geschäftsbetrieb zu verfügen.
11.3. Die Verpfändung oder Sicherheitsübereignung der Vorbehaltsware ist dem Vertragspartner untersagt.
11.4. Der Vertragspartner verpflichtet sich, den Fotografen vor Anmeldung eines Insolvenzverfahrens zu verständigen, damit dieser unter Eigentumsvorbehalt gelieferte und in seinem Eigentum stehende Waren übernehmen kann.
11.5. Gerät der Vertragspartner mit seiner Zahlung ganz oder teilweise in Verzug, so ist der Fotograf berechtigt, Rückgabe der Ware bis zur vollständigen Befriedigung zu verlangen. Befristete Forderungen werden sofort fällig.
11.6. Es wird vereinbart, dass in der Geltendmachung des Eigentumsvorbehalts kein Rücktritt vom Vertrag liegt, außer der Fotograf erklärt den Rücktritt vom Vertrag schriftlich.
12. Gewährleistung
12.1. Ein Gewährleistungsansprüche des Vertragspartners auslösender Mangel liegt nur bei Abweichung des Fotografen vom vertraglich Geschuldeten vor. Die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen ist nur für Mängel zulässig, die im Zeitpunkt der Übergabe bereits vorhanden waren. Darüber hinausgehende Garantieversprechen werden vom Fotografen nicht übernommen. Für Erfüllungshandlungen des Fotografen, die auf unrichtigen oder ungenauen Anweisungen des Vertragspartners beruhen, bzw. für Schäden, die durch ungeeignete oder unsachgemäße Verwendung bzw. Handhabung hervorgerufen werden, bestehen jedenfalls keine Gewährleistungsansprüche.
12.2. Die Bildauffassung und die gestalterische Umsetzung liegen im künstlerischen Ermessen des Fotografen (vgl. Punkt 3.1.). Ein abweichender persönlicher Geschmack des Vertragspartners begründet keinen Mangel.
12.3. Für unwesentliche Mängel, wie z.B. Farbdifferenzen bei Nachbestellung, geringfügige Materialabweichungen oder Farbabweichungen aufgrund unterschiedlicher Anzeigegeräte und Druckverfahren, sind Gewährleistungsansprüche ausgeschlossen.
12.4. Das Vorliegen eines Mangels ist ausschließlich vom Vertragspartner zu beweisen. § 924 ABGB findet keine Anwendung.
12.5. Der Vertragspartner ist gemäß § 377 UGB bei sonstigem Verlust seiner Gewährleistungs-, Schadenersatz- sowie Irrtumsanfechtungsansprüche aufgrund eines Mangels verpflichtet, den Mangel unverzüglich nach Empfang der Lieferung oder Leistung, längstens innerhalb von 8 Werktagen, versteckte Mängel binnen 3 Werktagen nach Entdeckung schriftlich zu rügen. Die Rüge ist ausreichend zu begründen und mit Beweismaterial zu belegen.
12.6. Die Gewährleistungsfrist beträgt 6 Monate ab Gefahrenübergang/Übernahme des Werkes. Gewährleistungsansprüche sind innerhalb dieser Frist bei sonstiger Präklusion gerichtlich geltend zu machen. Die Frist beginnt nicht erneut, wenn im Rahmen der Mängelhaftung eine Ersatzlieferung erfolgt.
12.7. Dem Vertragspartner stehen keine Gewährleistungsansprüche zu, solange er mit seinen eigenen Leistungspflichten in Verzug ist.
12.8. Bei begründeten Mängeln ist der Fotograf nach seiner Wahl zur Beseitigung des Mangels (Verbesserung, Nachtrag des Fehlenden), zur Ersatzlieferung (Austausch) oder zur Vertragsaufhebung berechtigt. Der Vertragspartner hat kein Wahlrecht zwischen den genannten Gewährleistungsbehelfen. Mehrere Nachbesserungen und Ersatzlieferungen sind zulässig. Nach dem zweiten fehlgeschlagenen Verbesserungsversuch ist der Vertragspartner berechtigt, nach seiner Wahl Herabsetzung des Entgelts zu verlangen oder den Rücktritt vom Vertrag zu erklären. Die Kosten einer vom Vertragspartner vorgenommenen Mängelbehebung durch Dritte ist der Fotograf in keinem Fall zu tragen verpflichtet.
12.9. Ist die Nacherfüllung im Wege der Ersatzlieferung erfolgt, ist der Vertragspartner dazu verpflichtet, die zuerst gelieferte Ware innerhalb von 14 Tagen an den Fotografen auf dessen Kosten zurückzusenden. Die Rücksendung der mangelhaften Waren hat nach den gesetzlichen Vorschriften zu erfolgen.
12.10. Die Fälligkeit der Forderungen des Fotografen wird durch allfällige von ihm zu vertretende Mängel nicht hinausgeschoben. Der Vertragspartner hat kein Zurückbehaltungs-, Minderungs- oder Aufrechnungsrecht, sofern ein solches vom Fotografen nicht ausdrücklich schriftlich anerkannt wurde.
12.11. Das Regressrecht gemäß § 933b ABGB wird ausdrücklich abbedungen.
12.12. Die vorstehenden Bestimmungen über die Haftung für Mängel gelten gleichermaßen, unabhängig davon, ob Mängelansprüche aus dem Titel der Gewährleistung oder des Schadenersatzes gemäß § 933a ABGB geltend gemacht werden. Für Mangelfolgeschäden gelten ausschließlich die nachstehenden Bestimmungen unter Punkt 13.
12.13. Die Abtretung der Mängelansprüche des Vertragspartners ist ausgeschlossen.
13. Schadenshaftung
13.1. Soweit die nachstehenden Haftungsbeschränkungen nicht gegen zwingendes Recht verstoßen, haftet der Fotograf – mit Ausnahme von Personenschäden, welche unabhängig vom Verschuldensgrad zu ersetzen sind – nur für den Ersatz von Schäden, die er grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht hat. Dies gilt auch im Fall des Verlusts oder der Beschädigung von über Auftrag hergestellten Aufnahmen (digitale Bilddateien) oder übergebener Vorlagen (Layouts, Display-Stücke, sonstige Vorlagen etc.), Produkte und Requisiten. Der Vertragspartner verpflichtet sich, wertvolle Gegenstände zu versichern.
13.2. Bei grober Fahrlässigkeit ist die Haftung für Sachschäden der Höhe nach mit dem Auftragswert beschränkt. Weitere Ansprüche stehen dem Vertragspartner nicht zu; der Fotograf haftet insbesondere nicht für allfällige Reise- und Aufenthaltsspesen sowie für Drittkosten (Modelle, Assistenten, Visagisten und sonstiges Aufnahmepersonal).
13.3. Für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn, Zinsverluste, unterbliebene Einsparungen und Schäden aus Ansprüchen Dritter haftet der Fotograf nur bei Vorsatz.
13.4. Sollte der Vertragspartner nach produkthaftungsrechtlichen Bestimmungen zur Haftung herangezogen werden, verzichtet er dem Fotografen gegenüber ausdrücklich auf jeden Regress, insbesondere im Sinne des § 12 des österreichischen Produkthaftungsgesetzes oder ähnlicher ausländischer Bestimmungen.
13.5. Den Beweis, dass den Fotografen am Schadenseintritt ein Verschulden trifft, hat stets der Vertragspartner zu erbringen; die gesetzlich vorgesehene Beweislastumkehr wird ausdrücklich abbedungen.
13.6. Schadenersatzansprüche jeglicher Art sind innerhalb von 6 Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger, längstens innerhalb von 10 Jahren ab Gefahrenübergang/Übernahme des Werks, bei sonstiger Präklusion gerichtlich geltend zu machen.
13.7. Den Fotografen trifft keinerlei Prüf- und/oder Warnpflicht bezüglich der vom Vertragspartner beigestellten Produkte und Requisiten. Der Fotograf übernimmt keine wie immer geartete Haftung für direkte oder indirekte Schäden, welche durch derartige Gegenstände verursacht werden.
13.8. Den Fotografen trifft keine Haftung für Umstände, die nicht seiner Sphäre zuordenbar sind, z.B. Wetterlage bei Außenaufnahmen, rechtzeitige Bereitstellung von Produkten und Requisiten, Ausfall von Modellen, Reisebehinderungen etc.
14. Abtretung
Der Vertragspartner darf seine Rechte aus diesem Vertrag nur mit der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Fotografen ganz oder teilweise auf Dritte übertragen oder Dritten verpfänden. Punkt 3.8. bleibt hiervon unberührt.
15. Datenschutz, Adressenänderung
15.1. Der Fotograf verarbeitet die vom Vertragspartner bekanntgegebenen personenbezogenen Daten (insbesondere Name, Anschrift, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Zahlungsdaten) sowie die mit der Geschäftsbeziehung zusammenhängenden Daten (z.B. Auftragsdatum, beauftragte bzw. gelieferte Leistungen, Preise, Liefertermine, Zahlungs- und Mahndaten) zum Zweck der Vertragserfüllung und -abwicklung auf Grundlage des Art 6 Abs 1 lit b DSGVO sowie zur Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungs- und Aufzeichnungspflichten auf Grundlage des Art 6 Abs 1 lit c DSGVO.
15.2. Eine Verarbeitung zum Zweck der Direktwerbung erfolgt nur auf Grundlage einer gesonderten, jederzeit widerruflichen Einwilligung (Art 6 Abs 1 lit a DSGVO) oder eines berechtigten Interesses (Art 6 Abs 1 lit f DSGVO) im gesetzlich zulässigen Rahmen. Der Widerruf ist jederzeit formlos an hallo@dajoha.com möglich und wirkt für die Zukunft.
15.3. Nähere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten, zu Empfängern, Speicherdauer und zu den Rechten der betroffenen Personen (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch sowie Beschwerde bei der Datenschutzbehörde) enthält die Datenschutzerklärung.
15.4. Werden im Rahmen des Auftrags personenbezogene Daten Dritter (insbesondere Bildnisse abgebildeter Personen) verarbeitet, handeln die Parteien jeweils als eigenständig Verantwortliche. Die Verpflichtungen des Vertragspartners gemäß Punkt 8.2. bleiben unberührt.
15.5. Der Vertragspartner ist verpflichtet, dem Fotografen Änderungen seiner Geschäftsadresse nachweislich, unaufgefordert und unverzüglich bekannt zu geben, solange das vertragsgegenständliche Rechtsgeschäft nicht beiderseits vollständig erfüllt ist, andernfalls Erklärungen an den Vertragspartner auch dann als zugegangen gelten, falls sie an die dem Fotografen zuletzt bekanntgegebene Adresse gesendet wurden. Der Nachweis des Zugangs seiner Änderungsmitteilung obliegt dem Vertragspartner.
16. Verwendung von Bildnissen zu Werbezwecken des Fotografen
16.1. Der Fotograf ist – sofern keine ausdrückliche gegenteilige schriftliche Vereinbarung vorliegt – berechtigt, von ihm hergestellte Lichtbilder zur Bewerbung seiner eigenen Tätigkeit zu verwenden, insbesondere auf seiner Website, in seinem Portfolio, in sozialen Medien sowie in Wettbewerbs- und Präsentationsunterlagen.
16.2. Der Vertragspartner kann einzelne Motive, Personen oder Bereiche von dieser Nutzung ausnehmen. Ein entsprechender Wunsch ist dem Fotografen in Textform mitzuteilen; er wird ab Zugang berücksichtigt.
16.3. Soweit auf den Lichtbildern Personen abgebildet sind, setzt eine Verwendung nach Punkt 16.1. voraus, dass deren Einwilligung auch für diesen Zweck vorliegt. Der Vertragspartner wird den Fotografen darauf hinweisen, falls eine solche Einwilligung nicht besteht.
17. Erfüllungsort, Gerichtsstand, Anwendbares Recht, Vertragssprache
17.1. Erfüllungsort für die wechselseitigen Lieferungen und Leistungen und Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus dem Vertragsverhältnis, einschließlich Streitigkeiten über das Zustandekommen und/oder die Gültigkeit des Auftrages und/oder über die Wirksamkeit der Gerichtsstandvereinbarung, ist der Hauptfirmensitz des Fotografen. Im Fall der Sitzverlegung können Klagen am alten und am neuen Firmensitz anhängig gemacht werden. Der Fotograf ist auch berechtigt, das am Firmensitz des Vertragspartners sachlich zuständige Gericht anzurufen.
17.2. Für sämtliche Rechtsbeziehungen zwischen dem Fotografen und seinem Vertragspartner gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechtes (z.B. IPRG, Rom I-VO etc.) und des UN-Kaufrechts.
17.3. Die Vertragssprache ist ausschließlich Deutsch.